Südtiroler Wellness: Wunderkur Almheu
Zahlreiche Wellnesshotels werben heute mit fernöstlichen Wohlfühl-Treatments. Aber auch Südtiroler Heilverfahren haben es ordentlich in sich und wirken manchmal wahre Wunder.
So ist etwa die Wirkung des Heubads in der Jahrhunderte alten Tradition der Südtiroler Bauern längst bekannt. Früher mussten Knechte und Mägde auf über 1500m den kleinsten Grasflecken in die Alm bringen, ein Ausdruck des damals äußerst kargen Lebens. Übernachtet wurde im Heustock und die „Heuer“ machten die wundersame Erfahrung, dass sie trotz größter Anstrengung am Vortag, doch frisch und ausgeruht wieder an die Arbeit gehen konnten.
Ende des 19. Jahrhunderts erkannten auch Urlauber und Städter die Heilwirkung der wohlduftenden Almgräser und im Schlerngebiet begann eine rege Kurtätigkeit. Kurgäste pilgerten mit allerlei rheumatischen Beschwerden und Herz-Kreislauferkrankungen auf die Hochalm und konnten nach mehrwöchiger Kur wieder geheilt in den Alltag reiten.
Auch heute ist frisches Gras un Heu von höchster Güte von ungedüngten und unbehandelten Bergwiesen Grundlage für heilende Heubäder, auch wenn das Mähen der wertvollen Gräser äußerst mühsam ist. Der Geruch und die Heilwirkung rührt jedoch nicht noch von den Gräsern her, sondern von besonderen Alpenpflanzen wie Kohlröschen, Ehrenpreis, Enzian, Küchenschelle, Arnika, Hahnenfuß, Alpenklee, Ruchgras, Labkraut, Steinklee und Meisterwurz.
Getrocknet wirkt das Almheu Wunder: Arthrose, Ischias und Rheuma, Schlafstörungen und Erschöpfungszustände werden nachweislich gelindert.

